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Ein paar Tage Leipzig

Ein spannender Ausflug nach Leipzig. Bislang war ich noch nie in der Stadt und etwas aufgeregt. Von Leer aus ist Leipzig wirklich einfach mit der Bahn zu erreichen – es gibt tatsächlich mehrere durchgehende IC-Züge, die einen bequem von Bahnhof zu Bahnhof befördern, wenn sie nicht kurzfristig ausgesetzt werden, wie bei mir geschehen. seuftz

Angekommen in Leipzig fällt mir – an einem Donnerstag Mittag ersteinmal die Leere im großen Bahnhof auf. Wenig Menschen auf den Bahngleisen und auch im Bahnhof ist eher angenehm wenig Betrieb. Vielleicht liegt es auch an der eisigen Kälte, die aktuell im Januar vorherrscht, ich weiss es nicht. Der Bahnhof ist wirklich modern, möchte ich hinzufügen. Viele Geschäfte, ein großartiges Angebot für den Reisenden. Ich fühle mich an Hannover erinnert – oder auch an andere Konzeptbahnhöfe, die den Mief des letzten Jahrtausends abgelegt haben.

Nach dem Verlassen des Bahnhofs nagelt mich nach 80m fast die Straßenbahn über. Puh, da merke ich mal wieder, dass ich das als Dorfkind nicht gewöhnt bin. 🙂 Zum Hotel sind es nur 15 Minuten Fußweg durch die Leipziger Innenstadt, denn am Südlichen Ende liegt das NH Hotel, dass ich mir ausgesucht habe. Vorbei geht es natürlich an den großen Einkaufsketten, Starbucks, McD, etc. aber auch eingestreuten Regionalen Akzenten, die zumindest eine gewissen individuellen Charakter verleihen. Praktisch an jeder Ecke steht ein mobiler Verkäufer für Thüringer Bratwurst. Es ist ein Phänomen.

Auf der Wanderung durch die Stadt sehe ich viele Orte, die ich irgendwoher kenne. Die Nikolaikirche (Montagsdemos), das Gewandhaus (Kurt Masur), Auerbachs Keller (Faust) um nur einige zu nennen. Zum Völkerschlachtdenkmal bin ich nicht rausgelaufen.

Die Stadt kommt mir eher alternativ-links vor. Mag auch daran liegen, dass gerade ordentlich demonstriert wird seitens der links-autonomen Szene, aber auch sonst hat man eher das Gefühl im Bremer Viertel, der Hamburger Schanze oder so herumzulaufen, wo das Herz eher links schlägt. Die Menschen sind freundlich – viele Rauchen. Das ist mir wirklich aufgefallen. Mehr als bei uns daheim.

Insgesamt ein schöner Ausflug in den Osten. Gerne nochmal wieder. Dann mit Völkerschlachtdenkmal und ohne große Polizeipräsenz.