Mobilitätsumstellung

In den vergangenen Jahren ist Elektromobilität oder vielleicht besser – die Umstellung der Mobilität von fossilen Ressourcen auf regenerative Energien – immer mehr in den Focus gerückt. In der Familie haben wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit und Energie auch beschäftigt. Mir ist klar, dass man dieses Thema nicht vollständig ökologisch oder klimaneutral abhandeln kann, andererseits möchte ich aber auch meinen Beitrag leisten.

Beim Neubau unseres Hauses haben wir vor 5 Jahren bereits ganz kräftig in Dämmung, Wärmerückgewinnung etc. investiert und beziehen seitdem auch ununterbrochen Ökostrom, zuerst von Vattenfall, mittlerweile von Lichtblick.

Unser Fuhrpark sah vor ein paar Jahren noch so aus: Mercedes Benz ML350 (Diesel-SUV) und ein Touran 7-Sitzer (Benziner). Dazu mehrere normale Fahrräder, sowie ein Kinderanhänger der Firma Thule. Dieses haben wir ziemlich radikal umgestellt.

K1 und K2 im Ulfbo

Mittlerweile nutzen wir für den Nahtransport (Kiga, Krippe, Spielplatz, Brötchenholen) mit den Kindern vor allem einen Ulfbo Bollerwagen, der gut transportabel ist und uns in jeden Urlaub begleitet. Der Ulfbo ist leider nicht sehr günstig, hat aber den enormen Vorteil der Vairabilität und kann auch am Strand gut mitgeführt werden, ohne darunter zu leiden. An Reparaturen gab es bislang lediglich einen platten Reifen und die Handgriffe, die nach mehreren Jahren einfach “ab” waren und durch handelsübliche aus dem Fahrradladen ersetzt wurden.

Das Packster 80 als Einkaufsesel

Für die Stadtbesorungen haben wir sukzessive zwei Elektrolastenräder angeschafft. Mareike fährt – vor allem wegen des besseren Kindertransports – ein Urban Arrow Family mit Elektroantrieb. Die Kinder lieben es und durch die zweite Sitzbank gibt es auch immer einmal wieder den ein oder anderen Mitfahrer. Das Urban Arrow wird aber auch zum Einkaufen genutzt und leistet da gute Dienste. Ich habe mir ein Jahr später ein Riese und Müller Packster 80 besorgt und kleinere Modifikationen vorgenommen. Zwar habe ich auch den Kinderaufsatz, nutze ihn aber nicht ständig. Die Sitzposition für die Kids finde ich nicht ganz ideal (sitzen direkt auf der Ladefläche, Beine gerade, Ladekante nicht sehr hoch, der Schutz im Urban Arrow ist besser). Mit einer angebrachten Lastenkiste, die abschließbar ist, kann man so problemlos zwei Wasserkisten und den Wocheneinkauf unserer 4-köpfigen Familie erledigen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Die abschließbare Kiste ermöglicht es auch, zwei Geschäfte aufzusuchen und keine Angst vor einem Diebstahl der Ware zu haben.

Von unseren Autos ist mittlerweile der Touran als Familienauto geblieben – vor allem wegen des Mangels an einem Elektromobil als 7-Sitzer, das preislich noch erschwinglich ist, das Tesla Model X kann zwar 7 Personen transportieren, ist aber mit >100.000 Eur Anschaffungspreis illusorisch. Mal sehen, was in den kommenden Jahren (VW ID Buzz, Tesla Model Y) noch so auf den Markt kommt.

Der BMW i3s am Schnellader in Leer

Der Mercedes ist verkauft und wurde in der ersten Runde durch einen BMW i3s ersetzt (Dezember 2018). Diesen habe ich ein Jahr lang gefahren und fand ihn recht praktisch. Er ist klein und wendig, fährt für einen Kleinwagen sehr agil und hat eine Reichweite von ca. 200 km im Alltag, die für viele meiner Fahrten ausreichend war. Für Ausflüge nie ein Problem, die Kinder liebten das Auto (extrem leise!) und ich habe selten 12.000 km so günstig gefahren, wie mit diesem Auto. Auch der ulfbo passte gut in den Kofferraum, sodass wir auch Ausflüge nach Cuxhaven gut machen konnten. Trotz CCS Schnelladeoption fand ich nur das Nachladen extrem langsam und wenig alltagstauglich – vor allem mit Kindern. Die Besuche bei den Schnelladern an Autobahnraststätten dauerten mitunter nicht nur einen Kaffee, sondern auch nochmal ein McMenü und noch einen Kaffee. Eine Stunde musste ich immer einplanen, meistens länger oder häufiger, sodass ich eine Strecke von mehr als 300 km nie freiwillig mit den Kindern gefahren bin. Auch alleine waren Strecken ins Ruhrgebiet (vor allem nach Dienstschluss, wenn man eh schon müde war) eine Herausforderung. Wie gesagt – im städtischen Alltag kein Problem, aber in der Mittel-/Langstrecke kaum darstellbar.

Tesla Model 3P

Daher habe ich Anfang Dezember 2019 einen Tesla Model 3 als Ersatz für den BMW angeschafft, der in Punkto Leistungsdaten (gerade hinsichtlich Batteriekapazität, Reichweite und Nachladen) das Vormodell um Längen übertrifft. Ich könnte mich jetzt in Schwärmereien gegenüber dem BMW ergehen, will dieses aber lieber in einem anderen, späteren Artikel tun.