Umstieg aufs eBike

eBikes sind unsexy, schwer und was für alte Menschen. Darum fahre ich kein eBike…sondern nehme das Auto. Zumindest war das noch vor einigen Monaten so bei mir. Gleichzeitig war es bequemer. Das Auto war aufgrund der Standheizung vorgewärmt, man konnte nebenbei nen Kaffee trinken und kam recht bequem bei der Arbeit an. Soweit zu den Vorteilen.

Im Sommer 2018 habe ich dann das Auto stehen lassen. Von einem Tag auf den anderen. Weil dann doch das Riese und Müller Supercharger in unseren Haushalt Einzug hielt. 2018 war natürlich der Jahrhundertsommer – kein Regen, lange warm, herrlich. Allerdings habe ichs durchgehalten, täglich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, auch im November bei Schmeeregen und 1 Grad Aussentemperatur. Was hat sich geändert, was habe ich geändert?

1.) ich komme entspannter an. Zuhause und bei der Arbeit. Parkplatzsuche entfällt, Tanken entfällt, Staus gibt es keine mehr.

2.) die Zeit, die mich das Radeln aufgrund der geringeren Endgeschwindigkeit kostet ist minimal. Umstrukturierungen in meinem Morgenablauf (losfahren ohne Duschen, dieses bei der Arbeit nachzuholen) haben dazu geführt, dass ich nur 5(!) Minuten eher aufstehen muss, obwohl ich 15 km zur Arbeit radeln muss.

3.) durch den Umstieg aufs eBike bin ich sicher, dass ich pünktlich ankomme, weil die Durchschnittsgeschwindigkeit nahezu immer gleich bleibt. Das ist für mich fast der entscheidende Vorteil des eBikes. Wenn der Ostwind direkt ins Gesicht weht, war das nie ein Problem der Kälte, sondern nur der Geschwindigkeit. Nun sinds immer 26 km/h. Egal. Ich bin pünktlich in der Praxis.

4.) man muss einen Plan B haben. Eine Reifenpanne oder ähnliches darf nicht dazu führen, dass ich nicht ankomme. Ein Plan B existiert und ist auch bereits einmal in Kraft getreten (Reifenpanne, Rad abstellen, anschliessen, Taxi).