Cold Brew Coffee – meine Methode mit Anleitung

Vor mehr als 10 Monaten habe ich bei indiegogo der Plattform für Startup-Unternehmen ein einfaches System zum Kaltbrühen von Kaffee gefunden und war hochinteressiert. Zwar schmeckt mir der Cappuchino zuhause super, aber da kann ich auch von den Bohnen über den Mahlgrad bis hin zur verwendeten Milch alles selber steuern und habe so die wesentlichen Parameter selber im Griff. Bei der Arbeit ist das etwas anderes. Ich mag einfach den Filterkaffee dort nicht, auch der Kaffeevollautomat spuckt den Cappuchino nicht so aus, wie ich es mag, es ist mir meistens zu bitter und spätestens bei der dritten Tasse bin ich zwar wach, habe aber auch ein dickes Loch in der Magenschleimhaut. Die Frage, ob der Kaffee auch Coffein enthält, bekommt man auch des Öfteren gestellt: ja sicher, auch wenn es von der Extraktionszeit und dem späteren Mischungsverhältnis mit Milch, Wasser, etc. abhängt, habe ich die begründete Vermutung, dass es coffeinreicher als normaler Kaffee ist!

Kalt „gebrühter“ vielleicht besser extrahierter Kaffee soll da anders sein, weniger Bitterstoffe enthalten und somit wesentlich bekömmlicher sein. Also was solls – knapp 50 Euro und viel Wartezeit investiert und das Projekt unterstützt. Vor einigen Wochen dann die Versandmitteilung aus den USA, 4 Wochen später endlich das Gerät nach Zollabfertigung in der Hand. Na also – los gehts. Ein wenig Experimentieren – und mal aufgeschrieben, wie das denn so funktioniert mit dem kalten Kaffee (den man auch heiss trinken kann).

Was habe ich verwendet:

  • B.O.D von der Indiegogo Plattform
  • ca. 1.3 Liter ostfriesisches Leitungswasser (Leitungstemperatur)
  • 250 g frisch geröstete und gemahlene Bohnen aus der Kaffeerösterei Baum in Leer, Sorte: z.B. Costa Rica Tarrazu, Las Trojas, Mahlgrad: etwas feiner als Maschinenfilterkaffee

Anmerkung: Andreas Baum hilft Euch bestimmt gerne bei der Auswahl eines geeigneten Kaffees für Euer Projekt. Ich habe den costaricanischen Kaffee als lecker-fruchtig empfunden und habe ihn daher jetzt in Verwendung.

Das Herstellen des Kaffeeextraktes ist total einfach, ich habe es einmal für Euch bebildert:

Das benötigte Zubehör von links nach rechts: einschraubbarer Boden, gleichzeitig Filterhalter, Kaffee, Edelstahlfilter, größerer Wasserbehälter mit Aufnahme für Filter, kleinerer Behälter zum späteren Auschrauben, Wasser (ca. 1,3 Liter).
Das benötigte Zubehör von links nach rechts: einschraubbarer Boden, gleichzeitig Filterhalter, Kaffee, Edelstahlfilter, größerer Wasserbehälter mit Aufnahme für Filter, kleinerer Behälter zum späteren Auschrauben, Wasser (ca. 1,3 Liter).
ca. 250g Kaffee (mittlerer Mahlgrad irgendwo zwischen Kaffeemaschine und Espresso) einfüllen.
Ca. 250g Kaffee (mittlerer Mahlgrad irgendwo zwischen Kaffeemaschine und Espresso) einfüllen.
Deckel auf den Edelstahlfilter aufschrauben und unter den großen Baubehälter als Boden einschrauben.
Deckel auf den Edelstahlfilter aufschrauben und unter den großen Baubehälter als Boden einschrauben.
Den Brau-Behälter mit eingesetztem Filter jetzt mit Wasser nahezu vollständig füllen (ca. 1300 ml).
Den Brau-Behälter mit eingesetztem Filter jetzt mit Wasser nahezu vollständig füllen (ca. 1300 ml).
Der gefüllte untere "Brau-"Behälter mit eingesetztem Filter und Wasser.
Der gefüllte untere „Brau-„Behälter mit eingesetztem Filter und Wasser.
Zweiten (kleineren) Topf aufschrauben und damit das System auslaufsicher schließen.
Zweiten (kleineren) Topf aufschrauben und damit das System auslaufsicher schließen.
Jetzt 20 Stunden in den Kühlschrank.
Jetzt 20 Stunden in den Kühlschrank.

Nach 20 Stunden Wartezeit hat sich äußerlich nicht viel verändert, ausser vielleicht der Anordnung der Dinge im Kühlschrank, aber der kleine Timer zeigt nun im Idealfall 20 Stunden an. Ich habe mich aus Zeitgründen einen kurzen Moment vorher dazu entschieden, den Kaffeeextraktionsprozess zu beenden, darum stört Euch bitte nicht an der 19.
Nach 20 Stunden Wartezeit hat sich äußerlich nicht viel verändert, ausser vielleicht der Anordnung der Dinge im Kühlschrank, aber der kleine Timer zeigt nun im Idealfall 20 Stunden an. Ich habe mich aus Zeitgründen einen kurzen Moment vorher dazu entschieden, den Kaffeeextraktionsprozess zu beenden, darum stört Euch bitte nicht an der 19.
Einmal das ganze gedreht, damit der Filter oben steht und der Extrakt nach unten läuft (keine Angst, es läuft nicht über, auch wenn der Behälter kleiner ist).
Einmal das ganze gedreht, damit der Filter oben steht und der Extrakt nach unten läuft (keine Angst, es läuft nicht über, auch wenn der Behälter kleiner ist).
Im kleineren Teil findet Ihr nun den Kaffee-Extrakt.
Im kleineren Teil findet Ihr nun den Kaffee-Extrakt.
Im größeren Teil nun den Boden mit Filter abschrauben.
Im größeren Teil nun den Boden mit Filter abschrauben.
Hier sind nun die 250g Kaffee nach der Extraktion zu sehen. Kann man gut als Kompost im Garten verwenden, da ja auch kein Papier dran klebt einfach unterhaken.
Hier sind nun die 250g Kaffee nach der Extraktion zu sehen. Kann man gut als Kompost im Garten verwenden, da ja auch kein Papier dran klebt einfach unterhaken.
Auf den Extrakt noch einen Deckel drauf und ab in den Kühlschrank zur Aufbewahrung...oder einfach ein paar Getränke machen.
Auf den Extrakt noch einen Deckel drauf und ab in den Kühlschrank zur Aufbewahrung…oder einfach ein paar Getränke machen.
Iced-Cold-Brew-Coffee (1/3 Kaffeeextrakt, 3 Eiswürfel, eiskalte Milch dazu, wahlweise auch Vanilleeis).
Iced-Cold-Brew-Coffee (1/3 Kaffeeextrakt, 3 Eiswürfel, eiskalte Milch dazu, wahlweise auch Vanilleeis).
Hot-Cold-Brew-Coffee: 1/3 des Kaffeeextrakts, 2/3 sprudelnd-kochendes Wasser (oder weniger, je nach Intensitätswunsch, aber VORSICHT: viel Coffeein)
Hot-Cold-Brew-Coffee: 1/3 des Kaffeeextrakts, 2/3 sprudelnd-kochendes Wasser (oder weniger, je nach Intensitätswunsch, aber VORSICHT: viel Coffeein)
Cold-Brew-Coffee-Cappuchino: einfach 1/3 kalten Kaffee und 2/3 aufgeschäumte Milch - ist zwar nicht ultraheiß, aber verdammt lecker.
Cold-Brew-Coffee-Cappuchino: einfach 1/3 kalten Kaffee und 2/3 aufgeschäumte Milch – ist zwar nicht ultraheiß, aber verdammt lecker.
Es gibt vermutlich noch zig andere Möglichkeiten das ganze zuzubereiten. Am Anfang würde ich den Kaffee einmal pur probieren, so als eine Art Espresso. Damit bekomt man ein Gefühl für die Stärke des Gebräus.
Es gibt vermutlich noch zig andere Möglichkeiten das ganze zuzubereiten. Am Anfang würde ich den Kaffee einmal pur probieren, so als eine Art Espresso. Damit bekomt man ein Gefühl für die Stärke des Gebräus.